Plenarveranstaltungen

Samstag, 13.6.2026, 10.00 – 12.00 Uhr:

Auftakt: Imperialismus heute

Steuern wir erneut auf einen Weltkrieg zu? Mit dem Ende der US-dominierten neoliberalen Globalisierung hat sich die weltweite Konkurrenz zwischen den kapitalistischen Staaten und Staatenblöcken erheblich verschärft. Sie dreht sich um technologische, militärische, ökonomische und ideologische Dominanz und, damit verbunden, um die Kontrolle über die dafür wesentlichen Rohstoffe.

Der Wettlauf wird von einer Klimaerwärmung begleitet, die zugleich die bisherige, auf der grenzenlosen Ausbeutung fossiler Ressourcen beruhende Wirtschaftsweise in Frage stellt.

Die zunehmende Kriegstreiberei wird gern der besonderen Boshaftigkeit einzelner Personen oder bestimmter Regime (der unberechenbare Trump, Putins Reich des Bösen usw.) zugeschrieben. Das unterschätzt und verdunkelt die Triebkräfte, die dem kapitalistischen System innewohnen.

Wir wollen diese Triebkräfte offenlegen und die Folgen diskutieren, die sich für uns daraus ergeben.

Mit Thomas Sablowski, Redakteur der Zeitschrift Luxemburg und im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift Prokla
und Ingo Schmidt, Ökonom und Leiter des Labour Studies Program der Athabasca University in Kanada

Samstag, 13.6.2026, 18.00 – 20.00 Uhr:

Abendveranstaltung: Militarisierung der Arbeitswelt

Deutschland mobilisiert wieder für den Krieg. Dazu braucht es Soldaten und Waffen und Logistik – und eine kriegsbereite Bevölkerung. Wie schafft man diese?

Indem suggeriert wird: Wir werden heute schon angegriffen, müssen heute schon unsere Verteidigung aufbauen, heute schon auf Kriegswirtschaft umstellen. Kein Bereich der Gesellschaft bleibt dabei ausgespart.

So vielfältig, wie die Bereiche sind, die militarisiert werden, so vielfältig sind die Ansatzpunkte für unsere Gegenwehr – nicht nur Straßendemonstrationen, sondern auch Schulen und Hochschulen, Krankenhäuser, Betriebe… Antimilitaristische Arbeit ist Handarbeit.

Wir haben eingeladen:
Prof. Klaus Dörre, Universität Jena/ Kassel
Lars Hirsekorn, Betriebsrat bei VW Braunschweig
Alexandra Willer, Personalratsvorsitzende am Uniklinikum Essen
Annika Fuchs, Robin Wood, Bündnis Zukunftswerk Osnabrück

Sonntag, 14.6.2026, 12.00 – 13.30 Uhr:

Abschlussveranstaltung: Raus aus der Hoffnungslosigkeit!

Das Klimaziel “keine Erderwärmung über 1,5°” wird zeitweise bereits überschritten, Kriege wie der gegen die Ukraine und mehr noch der gegen Iran treiben die CO2-Emissionen in die Höhe.

zu den größten Klimakillern – doch in keinem Bericht werden sie aufgeführt.

Haben wir überhaupt noch eine Chance, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen aufzuhalten? Werden ihre Folgen nicht immer mehr Kriegsgründe schaffen? Woraus können wir noch Zuversicht schöpfen, ohne Illusionen aufzusitzen?

Es diskutieren
Annette Schlemm, Physikerin und Philosophin, Autorin mehrerer Bücher zu den Thema Klimakollaps und Fortschritt
Violetta Bock, Mitglied der Fraktion Die Linke i.Bt. mit Schwerpunkt Ökosozialismus
Johanna Schellhagen, Labournet.tv (angefragt)

Auswahl aus den Workshops

Samstag, 13.6.2026, 13-15 Uhr

Deutschland: Per Kriegswirtschaft zur Führungsmacht?

Als militärische Führungsmacht will sich Deutschland im EU-Verbund in den schärfer werdenden Großmachtkonflikten in Stellung bringen. Im Workshop wird auf die einzelnen Facetten der damit einhergehenden massiven Militarisierung (inklusive dem Versuch, auf Atomwaffen zugreifen zu können) und die Umstellung auf Kriegswirtschaft eingegangen. Dabei werden auch zivile Akteure über den Operationsplan Deutschland fest in die Kriegsplanungen integriert, wodurch diese Militarisierung bis tief in die Gesellschaft hineinwirkt.

Es spricht Jürgen Wagner.
Jürgen Wagner ist Geschäftsführer der Informationsstelle Militarisierung (IMI).

Was ist Zionismus?

In der Debatte um Israels Schuld gegenüber den Palästinensern wird immer wieder angeführt, der Zionismus sei auch eine nationale Befreiungsbewegung.

Was es damit auf sich hat, erklärt Martin Dieckmann.
Martin Dieckmann ist seit Mitte der 1970er Jahre Mitglied linker Organisationen (anfangs GIM, zur Zeit Die Linke) und engagiert in der Palästina-Soldarität. Seit 2001 bis zum Ruhestand 2020 Ver.di-Gewerkschaftssekretär im Medienbereich.

Soziale Wärmewende

N.N.

Fortschritt als Fehlschritt? Eine rettende Kritik

Der Begriff „Fortschritt“ dient häufig zur Legitimation von Machtpolitik. Außerdem ist von ihm derzeit nicht viel zu sehen, deshalb wird er heutzutage eher abgelehnt. Annette Schlemm warnt jedoch davor, ihn komplett abzulehnen, und plädiert für eine differenzierte Fortschrittsvorstellung, die Kritikpunkte ernst nimmt und deterministische Konzepte vermeidet. Sie stellt ihr jüngstes Buch vor, das denselben Titel trägt.

Annette Schlemm ist Physikerin, promovierte Philosophin, Buchautorin und aktiv im Klimanetz Jena (http://philosophenstuebchen.wordpress.com)
Von ihnen erschien auch Climate Engineering. Wie wir uns technisch zu Tode siegen, statt die Gesellschaft zu revolutionieren, Mandelbaum 2023

Samstag, 13.6.2026, 15.30–17.30 Uhr

GegenWehrPflicht

Mit Benno Malte Fuchs (DFG-VK), N.N. Bündnis Schulstreik, N.N. Aufruf 70+

Benno Malte Fuchs ist Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen NRW.

Palästina-Perspektiven

N. N.


Ökosozialismus – Einladung zu einer radikalen Kehrtwende

Ole Heide und Maral Jefroudi stellen das Ökosozialistische Manifest der IV.Internationale vor.

Maral Jefroudi ist eine der beiden Leiter:innen des International Institute for Research and Education (IIRE) in Amsterdam. Ihre Eltern sind aus dem Iran geflohen, sie ist in der Türkei aufgewachsen und war dort Mitglied der ÖDP. Sie hat an einer Universität in Istanbul und am Internationalen Institut für Sozialgeschichte (IISG) in Amsterdam studiert und eine Dissertation über die Arbeiterrätebewegung in der iranischen Erdölindustrie geschrieben.

Soulèvements de la terre

N. N.

Der Irankrieg und seine Folgen für die Region

N. N.


Der Irankrieg und die deutsche Energiepolitik

Explodierende Inflation und ökologisches Rollback – wir erleben derzeit den größten weltweiten Öl- und Gaspreisschock in der Geschichte. Besonders die ärmeren Schichten sind betroffen. Statt soziale Antworten zu geben, betreibt die Bundesregierung Sozialabbau und Aufrüstung. Bereits jetzt wird sichtbar, dass das in Europa zu politischen Erschütterungen führen wird. Gleichzeitig zeigt sich erneut, wie krisenanfällig eine wirtschaftliche Abhängigkeit von Öl und Gas ist.

Wie sehen ökosozialistische Antworten aus?

Es spricht Klaus Meier.
Klaus Meier ist Ingenieur und Dozent und publiziert seit vielen Jahren zum Thema ökologisch-sozialer Umbau von Industrie und Infrastruktur.

Unsere Antwort: Revolutionäre Jugend

Die vielfältigen Krisen der Welt betreffen uns als Jugend. Um uns dagegen zu wehren, organisieren wir uns als Jugendliche der IV. internationale. Diese Solidarität wird erlebbar auf dem Sommercamp der IV. Internationale vom 19.-26.Juli in Deutschland.

Komm gerne zum Workshop und bekomm einen Eindruck.

Es stellen vor: Linda Victor und Raffael