Programmablauf

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Auftaktplenum – Freitag um 10 Uhr

Kapitalismus am Limit.

Die Tiefe der Krisen und die Dringlichkeit des Wandelswohin entwickelt sich der Kapitalismus …

Nur noch Rollen rückwärts: sozialer Kahlschlag, fossile Gegenoffensive, Einschränkung des Streikrechts und anderer ziviler Proteste, Meinungsterror, Krieg gegen Flüchtlinge, Krieg um die Ausbeutung menschlicher und natürlicher Ressourcen. Und die Kipppunkte, ab denen ein Aufhalten der Klimakatastrophe unmöglich wird, kommen gefährlich nahe.

Dazu sprechen:

Tomas Konicz, Journalist und Autor; Klimawandel und Klimakiller Kapital, …

Frauke Banse, Politikwissenschaftlerin, koloniale und feministische Perspektive, Alternativen


Workshophase Freitag 13:30 – 15:30

Hat der Ökosozialismus eine Basis? Mit Thomas Goes

Dass wir dringend grundlegende Veränderungen des Wirtschaftens, aber auch des Konsums brauchen, darüber besteht unter Ökosozialist*innen Einigkeit. Im Workshop befassen wir uns auf der Basis empirischer Befunde der Soziologie mit dem politischen Bewusstsein von abhängig Beschäftigten. Vor welchen Herausforderungen stehen wir, welche politischen Schlussfolgerungen legen die Einblicke nahe?

Irrweg LNG – Die Erdgasversorgung nach den Russlandsanktionen Mit Wolfgang Pomrehn

Wo steht die internationale Gaswirtschaft? Wer profitiert vom LNG-Geschäft? Wie sieht die Zukunft der Gasversorgung aus, und was geschieht mit dem verstaatlichten Gashändler Uniper, der wieder reichlich Gewinn abwirft? Und wieso sind die Verbraucherpreis immer noch so hoch?

Umweltschutz als Säule des demokratischen Konföderalismus in Rojava mit Wolfgang Schindler & Andrea Benkert

Der demokratische Konföderalismus wird in Rojava gelebt und basiert neben einer multiethnischen und multireligiösen Selbstverwaltung auf den Säulen Basisdemokratie, Feminismus und Ökologie. In dem Workshop werden die Hintergründe der Entwicklung des demokratischen Konföderalismus mit dieser Säule der Ökologie geschildert und Erfahrungen aus einer Reise im letzten Jahr berichtet.

Abendveranstaltung Freitag 20 Uhr

(Neo)kolonialismus und Imperialismus gestern und heute mit Mohammed Abu Hajar

Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – Marxistische Grundlagen mit Violetta Bock

Workshophase 16:00 – 18:00

Wissenschaft, Universität und Studierende – welche Rolle bei der gesellschaftlichen Transformation? mit dem Aktionskreise Plurale Ökonomen Uni Hamburg

Wissenschaft, Universität und Studierenden haben eine signifikante Rolle bei der gesellschaftlichen Transformation. Viele Studierende haben das erkannt und wünschen sich eine kritischere Lehre. Aber wie genau stellen wir uns als Studierende eine inhaltlich gute Lehre vor? Und welche Möglichkeitsräume haben wir, um die Lehre aktiv mitzugestalten? Zu diesen Fragen möchten wir mit euch in den Erfahrungsaustausch gehen und Ideen diskutieren.

Wohnraum vergessellschaften + die soziale Wäremwende durchsetzen? Wie kann das heute gelingen? mit Violetta Bock und Jens Eits (HH-Enteignet)

Deutsche Afrikapolitik mit Frauke Banse

Großprojekte der Bahn: Beispiele für eine verfehlte Verkehrswende mit Andreas Müller-Goldenstedt (Prellbock Altona) undTom Adler (Stuttgart21)


Abendveranstaltung am Freitag um 20 Uhr

„System change – aber wie?“

Die Notwendigkeit einer dringenden gesellschaftlichen Transformation, die ökosozialistische Perspektive

Wie können wir den Zug aufhalten? Dem Kapitalismus einen Keil in die Speichen treiben? Was muss sich ändern? Wo sind Ansatzpunkt für eine gesellschaftliche Umkehr? Wer ist dafür zu mobilisieren?

Dazu sprechen

Birgit Mahnkopf, Soziologin und Politikwissenschaftlerin und Autorin, Grenzen der Globalisierung

Michael Löwy, brasilianisch-französischer Soziologe, Autor u.a. zu Ökosozialismus und dem ökosozialistischen Manifest


Workshops Samstag 10:00 – 12:00

Die Kampagne „Wir fahren zusammen“ von Verdi und FFF – ein Leuchtturm für die Zusammmenarbeit von Klima- und Arbeiter:innenbewegung? Mit Laines Rumpff von #wirfahrenzusammen-Potsdam und Ella Grove #wirfahrenzusammen-HH

Die Kampagne #WirFahrenZusammen von ver.di und Fridays for Future hat Klimabewegung und ÖPNV-Beschäftigte auf die Straße gebracht. Am 1. März 2024 gab es einen bundesweiten gemeinsamen Streiktag. Die Kampagne mit über 1000 jungen Aktivist*innen leistet damit einen praktischen Beitrag zur strategischen Debatte in der Klimabewegung. Wir stellen die Kampagne vor und erarbeiten gemeinsam, was gut lief und was Probleme waren.

Kleinbauern schützen oder Landwirtschaft vergesellschaften? Mit Matthias Becker

Eine Welle von Bauernprotesten ging im Winter 23 / 24 durch Europa. Was treibt die Landwirte auf die Straßen beziehungsweise auf den Traktor? Wie steht die ökosozialistische Bewegung zu den verbreiteten Forderungen der Landwirte? Wie kann eine zukunftstaugliche Landschaft aussehen – eine, die gute Landarbeit ermöglicht und keinen ökologischen Raubbau betreibt?

Ukraine Recovery Konferenz in Berlin: Wiederaufbau unter welchen Bedingungen? Mit der AG-Ukraine der ISO

Nach Lugano (2022) und London (2023) findet die dritte Ukraine Recovery Conference (URC) am 11. und 12. Juni 2024 in Berlin statt. Offiziell handelt es sich um eine Geberkonferenz von rund 60 Regierungen, um Mittel für den Wiederaufbau der Ukraine zu mobilisieren. Doch was ist die tatsächliche Agenda dieser Veranstaltung? Und wie könnte ein selbstbestimmter Wiederaufbau der Ukraine aussehen?

Le Pen zur Demokratin erklärt – Woran die Brandmauer gegen Rechts in Frankreich scheiterte. Mit Olivier Besancenot von der NPA aus Frankreich

Workshops Samstag 13:30 – 15:30

Gewerkschaften und Klimawandel – Hat die GdL eigentlich was mit der Verkehrswende am Hut? mit Danny Grosshans von der GDL (angefragt)

Für ihre unmittelbaren Interessen streiken die Lokfüher der GdL gegen enormen öffentlichen Druck mit bewunderungswürdigem Durchhaltevermögen. Spielt die “Verkehrswende” bei diesen kämpferischen Kolleg:innen eine Rolle? Gibt es eine Diskussion über einen Schienenverkehr der Zukunft? Was schlägt die GdL zur Entwicklung der Deutschen Bahn vor?

Die Tierindustrie als Faktor in der Klimakatastrophe mit Sebastian Schubert (Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie), Lili Werdin (Animal Rebellion)

Die Tierindustrie ist verantwortlich für circa 1/3 der Treibhausgasemissionen, Abholzung & Brandrodung von Regenwäldern, Verseuchung des Grundwassers, der Flüsse bzw. der Meere und eine Abnahme der Artenvielfalt. Sie basiert auf einer Ausbeutung von meist migrantischen Werktätigen, wo Arbeitsrechte unterlaufen & Gesundheitsschutz nicht eingehalten werden, um höhere Profite zu erwirtschaften. Zu einer ökosozialistischen Alternative gehört die Abschaffung der Tierindustrie und eine massiven Reduktion des Fleischkonsums. Hierfür ist eine Zusammenarbeit der Tierrechts-, Klima- & Gewerkschaftsbewegung notwendig.

Der Aufstieg der Neuen Rechten – was tun? Mit Christiane Schneider, Anke Kleinemeier (Hamburger Bündnis gegen Rechts)

Die Zustimmung zur AfD steigt seit vielen Monaten und ist auch nach den Correctiv-Enthüllungen nahezu ungebrochen. Gleichzeitig wächst der Einfluss faschistischer Kräfte in der AfD. Was sind die Ursachen? Lässt sich die politische und gesellschaftliche Rechtsentwicklung brechen, und wie?

Workshops Samstag 16:00 – 18:00

Globalisierung und Kommunalpolitik – Privatisierung der HHLA und globaler LieferkettenwahnsinnMit Jürgen Bönig & Daniela Feindt

Der stadteigene Hafenbetrieb soll an die weltgrößte Reederei MSC verscherbelt werden. Im neoliberalen Wahn von Privatisierung soll öffentliches Eigentum auf Kosten der Hafenarbeiter:innen zugunsten privater Interessen verschleudert werden. Der globale Irrsinn des Transport von Millionen Kisten (Containern) über die Weltmeere führt zu Umweltzerstörung, Angriffen auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen, Verlust öffentlicher Gestaltungsmacht bei kritischer Infrastruktur  – aber auch zu betrieblichem Widerstand und Protest der Stadtgesellschaft.

Klimaneutraler Umbau der Chemie-, Stahl- und Zementindustrie: Aufgaben, kapitalistische Interessen und die Jobfrage – Mit Klaus Meier

Die drei besonders energieintensiven Industriebranchen Deutschlands – die Stahl-, die Chemie- und die Zementindustrie – bekennen sich heute offiziell zum ökologischen Umbau. Die Stahlindustrie hat dazu bereits erste Schritte eingeleitet. Die Konzepte der Konzerne werden vorgestellt und kritisch beleuchtet. Insbesondere wird aufgezeigt, dass der Rückbau einzelner Produktionsbereiche aus ökologischer Sicht unvermeidbar ist.

Antirassistische Kämpfe: Wirkung, Relevanz und Kritikmit Hêlîn Öztürk

Der Workshop wirft einen Blick auf herrschende antirassistische Kämpfe. Unter anderem behandelt er die Heterogenität antirassistischer Organisierungen und nimmt auch einen historischen Bezug auf. Dahingehend soll auf die Wirkung bzw. die Relevanz fokussiert, aber auch die Kritik am liberalen Antirassismus aufgegriffen werden. Die Frage, wie wir Antirassismus innerhalb bestehender Verhältnisse denken sollen und in unsere Praktiken einfügen, ist konstitutiv für den Workshop.

Palästina – Perspektiven für ein solidarische Perspektive – mit Mohammes Abu Hajar

Workshops Sonntag 10:00 – 12:00

Degrowth/Postwachstum: Unendliches Wachstum in einer endlichen Welt? -Aktionskreis Plurale Ökonomen Uni Hamburg

Der steigende Ressourcenbedarf und die negativen Folgen haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, dass mehrere planetarische Grenzen bereits überschritten sind. Dennoch halten internationale Bündnisse wie die OECD und die Vereinten Nationen weiterhin am Wirtschaftswachstum als Zielgröße fest.

Klimapolitik gegen Beschäftigte und Benachteiligte – Transformationskonflikte mit Manuel Kellner

Radikaler Klimaschutz ist nötig. Die herrschende Politik schont jedoch die wirklichen Verursacher der Klimakatastrophe. Der Klimaschutz kommt nicht voran. Die Maßnahmen in seinem Namen drücken aber auf den Lebensstandard vieler Menschen.

Was ist die 4. Internationale? Mit John Will

Die Vierte Internationale ist eine internationale Organisation, die für die sozialistische Revolution kämpft. Die politischen Aktiven sind in nationalen Sektionen organisiert, in einer einzigen weltweiten Organisation vereinigt, handeln in den großen politischen Fragen gemeinsam und führen freie Diskussionen. Wie sieht das Leben der 4. Internationale im Konkreten aus?

Sonntag 12 Uhr – Abschlussveranstaltung

Wie sieht Zukunftsfähigkeit aus?

Das Ökosozialistische Manifest der 4. Internationale

Ökosozialismus ist keine Blume im Knopfloch, kein Zusatz zu einem linken Programm. Es ist die zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Sie betrifft alle Bereiche des menschlichen Lebens – ein Diskussionsangebot.